Am
Salsa-Kongress in Los Angeles wird der Zürcher
DJ El Malo als einer der fünf weltbesten Salsa-DJs
ausgezeichnet.
Von Peter Figlestahler
Salsa.
Für Stefano Amato ein magisches Wort. Eines,
das die Fusion der latein- und nordamerikanischen
Musik in all seinen Varianten und in einem Begriff
vereinigt. Tief schürfend und anspruchsvoll ist
diese Musik für ihn und politisch bewusster als
angloamerikanische Rockmusik.
Der
1975 als Sohn italienischer Einwanderer in Zürich
geborene DJ erwähnt in dem Zusammenhang die engagierten,
reportageartigen Songs von Rubén Blades, er
verweist auf die komplexen Timba-Rhythmen von Los
Van Van. Und er führt die enthusiastischen Disco-Beats
von Gloria Estefan an und ihre besinnlichen Canciones.
Angesichts des weiten musikalischen Spektrums, das
Amato kennt, verwundert es einen, dass er sich erst
seit fünf Jahren mit Salsa beschäftigt.
"Hip Hop und House interessierten mich plötzlich
nicht mehr. Sie sind in ein ähnliches Fahrwasser
geraten wie der Rock." Eines, das sich zu dieser
Zeit kaum entwickelt.
Er
besorgte sich alle nur denkbaren Salsa-Platten und
setzte sich als DJ El Malo mit den diversen Rhythmen
dieser Musik auseinander. Der Besitzer des ehemaligen
Chango an der Militärstrasse gab ihm eine erste
Chance am DJ-Pult, und Salsa-Kenner wie DJ Copita
und El Mono standen ihm mit ihrem Wissen zur Seite.
Amato lernte mit Begeisterung, über das Gehör
und durch das Gefühl.
EINER
DER BESTEN IN SEINEM BEREICH
Mit
viel Erfolg: Anfang Mai wird er am Salsa-Kongress
in Los Angeles zu einem der fünf weltbesten Salsa-DJs
ausgezeichnet. Den Preis erhält er aber nicht
für seine "Über-Nacht-wurde-ich-bekannt-Story",
sondern weil er sich wie kein Zweiter für die
authentische Música Cubana und die Klassiker
aus der New Yorker Fania-Ära einsetzte und dies
bis heute noch immer tut. "Mein Interesse für
diese Musik wird oft als Old School bezeichnet. Für
mich ist sie jedoch zeitlos und derjenigen von heute
überlegen, weil sie nicht zum Mainstream tendiert."
In
seiner ersten eigenen Partyreihe El Barrio und in
der CD-Reihe Latin Touch, deren Vol. 2 demnächst
erscheint, will er sie deshalb weiterhin propagieren.
"Natürlich flechte ich auch da und dort
einen Reggaeton oder Rap Cubano ein. So Old School
bin ich wiederum auch nicht", sagt er.
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